Shiawase Corporation

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Shiawase Corporation

Beitrag von Bragnin am Mo Mai 29, 2017 6:00 pm



Die Shiawase Corporation war der erste echte Megakonzern, dessen Konzernzentrale in Osaka im japanischen Kaiserreich liegt.

Geschichte
Shiawase wurde als Familienunternehmen in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, und blieb das auch für Jahrzehnte. Erst 1989 wurde Shiawase durch die gute Führung durch Emori Shiawase zum bedeutenden Konzern, der stetig wuchs. Innerhalb von nur einer Dekade hatte Emori das Unternehmen zu einem Global Player ausgebaut.

Es ist dieser Kon, dem vom Obersten Gerichtshof der damaligen USA zunächst die Aufstellung von bewaffneten Konzerntruppen erlaubt, dann das Recht einen Nuklearreaktor auf seinem Firmengelände zu bauen und zu betreiben gewährt und schließlich die Exterritorialität zugesprochen wurde... Die Shiawase-Urteile 1 - 3 waren die Grundlage dessen, was in der Sechsten Welt zur Konzernexteritorialität mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen führte!

Bis sich die weiteren exterritorialen Konzerne formierten, und letztendlich als oberste Instanz im Konzernrecht der Konzerngerichtshof gebildet wurde, war Shiawase die treibende Kraft im Rohstoffrausch zu Beginn des 21ten Jahrhunderts. Dieser führte ja bekanntlich zur Gründung der SAIM (Souvereign American Indian Movement), dem Entschließungsgesetz und letztendlich auch zum Großen Geistertanz und damit zur Schaffung der NAN und dem Ende der alten USA!

Emori starb schließlich 2019 an einem Herzinfarkt, nach dem er das Erwachen und die Rückkehr der Magie nicht verkraftet hatte. Seine Nachfolger als CEOs und Top-Execs waren immer Familienangehörige, die jedoch fast alle nicht sein Talent und seinen Weitblick besaßen. Beim Crash von 2029 kam die Shiawase Corporation glimpflich davon, da sie zu diesem Zeitpunkt auf Dienstleistungen spezialisiert gewesen war. Trotzdem stagnierte der Megakon in den folgenden Jahren. 2037 konnte Shiawase die Technologie für einen kommerziellen Fusionsreaktor patentieren lassen, was die Tochterfirma Shiawase Atomix zu einem der Hauptzugpferde im Konzernkonglomerat machte, und die Position des Kons gegenüber den jüngeren Megas enorm verbesserte. Sadato Shiawase war damals Vorstandsvorsitzender, und wurde in dieser Periode Ziel mehrerer Mordanschläge, die von seiner Schwester Soko in Auftrag gegeben wurden, die ihn hasste. Bei einem dieser Attentatsversuche bei der Einweihungszeremonie für das neue Shiawase Atomix-Hauptquartier wurde sein Bruder Ryoi Shiawase getötet, der ihn bei diesem Anlass vertrat.

Nach dem sie sich ja bereits zu Beginn des Rohstoffrausches negativ hervorgetan hatten, spielte Shiawase, das der vielleicht typischste Japano-Kon ist, auch bei der japanischen Besetzung der Philippinen und der Unterdrückung der dortigen Metamenschen (und der Mehrheit der einheimischen phillipinischen Bevölkerung) eine unrühmliche Rolle. - Schiffe, Agrar- und Aquafarmen, Forschungs-Einrichtungen und Kraftwerke des Konzerns sind deswegen ein bevorzugtes Angriffsziel für HUK-Piraten.

Als der Fuchi Konzern im Gefolge des Nachlasses des Großdrachen Dunkelzahn und der durch ihn ausgelösten Verwicklungen auseinander brach, heiratete um 2060 Korin Yamana im wahrsten Sinne des Wortes in die Shiawasekonzernfamilie ein: Der damals schon weit über 70jährige Exec nahm die junge Mitsuko Shiawase zur Frau, und erhielt im Tausch für seinen Anteil an Fuchi (Fuchi PanEuropa) 8 % der Aktien Shiawases. - Das das in Konzern- wie in Schattenkreisen viel Spott auslöste, kann man sich denken... Allerdings ist Korin Yamana - moderner Leonisationsmethoden sei dank - alles andere als ein Greis, und seine Frau kann kaum hoffen, ihn so bald zu beerben!

In Folge jenes Coups, der zu seiner Entmachtung führte, beging Sadato Shiawase 2066 rituellen Selbstmord. In seinem öffentlich gemachten Testament äußert er große Sorge darüber, dass der Fuchi-Mann Yamana den Geist von Shiawase verraten werde. Um dies zu verhindern und den Konzern gemäß shintoistischem Glauben spirituell zu stärken, übertrug Sadato Shiawase seine Anteile am Konzern sowohl an seinen Sohn Tadeshi Shiawase – das jetzige männliche Familienoberhaupt – als auch an das neu durch ihn verfügte Shiawase Shinto Advisory Board, ein neues Gremium von Shinto-Priestern und -Beratern, deren Aufgabe es sein soll im Namen des Geistes von Shiawase Entscheidungen zu treffen. Mit dieser Hinwendung zum Shintoismus liegt Shiawase voll im Geist der Zeit in Japan, deren Yasuhito nach den Verheerungen des Ring des Feuers eine stärkere Zusammenarbeit mit den Kami des Landes und den für diese sprechenden Shinto-Priestern propagiert. Dass der Konzern dabei eine öffentlichkeitswirksame Hinwendung zu grünen und fairen Wirtschspraktiken inszeniert, versteht sich von selbst.

Das neu geschaffene Shinto-Beratungsgremium hat seit seiner Schaffung weitere Stimmanteile erhalten, unter anderem von Rhonabwy, der sich fast völlig aus dem Shiawase-Geschäft zurückgezogen hat, und Langzeitangestellten von Shiawase, die ihre Kleinanteile im Todesfall nur zu gern an den Geist des Konzerns geben, dem sie ihr Leben lang gedient haben.

2071 reagiert Shiawase-Präsident Korin Yamana auf die Veränderungen im Konzern durch Implementierung einer neuen Geschäfts- und Arbeitsweise, die auf allen Ebenen des weltweit operierenden Megakonzerns greifen soll: Shiawase Damashii vereint bewährte Fuchi-Geschäftspraktiken mit Prinzipien des Shinto – ein Kompromiss, der zu Unzufriedenheit sowohl auf Seiten der jungen Aufsteiger der bisherigen Fuchi-Firmenpolitik als auch bei den alten Traditionalisten des eher knöchernen Shiawase-Geschäftsprinzips sorgt, in dem z.B. automatische Beförderungen durch reine Dienstzeit ein seit Jahrzehnten geltendes Prinzip waren.

Shiawase intern
Auf Grund der verwickelten Familienstruktur litt Shiawase unter einer gravierenden Führungsschwäche, da alle Hauptaktionäre mit einander verwandt oder verschwägert waren, und ständig auf dem glatten Parkett der Sitzungssäle und in den Schatten gegeneinander kämpften... Nach außen war der MFID - das von Sedato gegründete «Marketing Forecasting and Information Departement» - das wichtigste Machtinstrument Shiawases und dessen mächtiger und effektiver Konzerngeheimdienst.

Wie bei allen Japano-Kons wird auch bei Shiawase die Konzernfamilie, der alle Angestellten angehören und die Corporate Identity ganz groß geschrieben. Das fängt bei den morgendlichen Ansprachen, Gelöbnissen und der Konzernhymne an und wird auch modisch demonstriert, in dem man als braver Konzernbürger bevorzugt Klamotten von «Wellington Bros.» trägt. - Wer dieses Spiel nicht mitspielt, egal, ob nun als Mitarbeiter, oder als Familienangehöriger bis hin zu den Zöglingen der Konzernschulen, sieht sich schnell mit den hässlichen Seiten des Konzernchauvinismus konfrontiert.

Nach dem das japanische Kaiserreich während der Naturkatastrophen im Jahr des Kometen seinen Herrscher verloren hatte, und Yasuhito - der Kind-Kaiser - knapp 14jährig den Thron bestieg, stellte sich Shiawase demonstrativ auf die Seite des Kaiserhauses. Dies blieb sogar so, als Yasuhito den Yomi-Erlass aufhob, die staatliche Diskriminierung von Metamenschen verringerte und die Kaiserlichen Marines von den Philllipinen und anderswo abzog, um den Wideraufbau in der Heimat zu unterstützen... Der Lohn für die Kaisertreue kam mit der Verlobung Hitomi Shiawases (die nicht viel älter als 20 gewesen sein dürfte) mit dem jungen Kaiser und ihre Heirat als er 16 wurde. Die anderen japanischen Konzerne neideten Shiawase (logischer Weise) die guten Beziehungen zum Kaiserhaus, konnten aber außer Intrigen spinnen nicht viel machen.

Innerhalb Shiawases lag die Macht bei Sadato und Soko Shiawase sowie Ryoi Shiawase. Nur war dieser Bruder Sadato und Sokos tot, und sprach (wir leben schließlich in der Sechsten Welt, in der die Magie zurück gekehrt ist!) über ein Medium... Das war Ryois Tochter Reiko Shiawase-Shimada ein Dorn im Auge, da sie so daran gehindert wurde, die Anteile ihres Vaters zu erben. Im Vorfeld des Börsengangs von Novatech forderte sie das Medium, das auf den Namen Jerri Howard hörte, auf, zu beweisen, dass durch sie wirklich Ryoi sprach: Dieser war ein Spezialist für feindliche Übernahmen gewesen, und sie sollte jetzt die Gelegenheit nutzen, und eine solche auf dem virtuellen Parkett der Ostküsten-Börse koordinieren... Die übrigen Familienmitglieder (außer Sedato) unterstützten die Forderung, da auch sie längst angefangen hatten, die Howard für eine Betrügerin zu halten. Kurz und gut: der Übernahmeversuch wurde zu einem Fiasko. Shiawases Aktienkurse stürzten ins Bodenlose, ehe der zweite Matrixcrash zum vorzeitigen Börsenschluss führte.

Als einige Tage nach dem Crash der Vorstand zusammentrat, um Schadensbegrenzung zu betreiben, forderte Soko Shiawase ein Misstrauensvotum gegen Sadato, der das Medium (das mittlerweile Selbstmord begangen hatte) unterstützt hatte. - Nun zeigte sich, dass es in der Tat eine Übernahme gegeben hatte, aber innerhalb der Konzernfamilie: Korin Yamana war mit 16 % zum größten Anteilseigner aufgestiegen, Reiko hatte endlich die Aktien ihres Vaters (immerhin 11 % des Kons) geerbt und Kaiserin Hitomi Shiawase besaß 13 % ... Soko und Sedatos Anteile waren dagegen auf 2 bzw. 3 % geschrumpft, und beide waren familien- wie firmenintern entmachtet! Dadurch wurde Korin Yamana zum neuen CEO, während sich die Kaiserin den Posten der Vorstandsvorsitzenden sicherte... was Shiawase noch enger mit dem Kaiserhaus verband.

Für die erfolgreiche «interne Übernahme» zeichneten übrigends neben Tadashi Shiawase (ein weiterer Onkel, Eigentümer von 9% der Aktien, Hitomis Papi und vormals CEO) Kaiserin Hitomi Shiawase und Nigel Coltrane verantwortlich, der der Kopf von Shiawases Konzerntochter Vector Matrix Services war/ist und 4% der Shiawase-Aktien besaß... Weitere 5 % gehörten Mitsuko Shiawase-Yamana, der Frau Korin Yamanas, und James Mancuso, ein kleiner Stuffer Shack-Angestellter aus Seattle hatte - völlig überraschend - 4% der Konzernanteile in seinen Besitz gebracht.

Außerdem hielt der walisische Großdrache Rhonabwy ca. 8% der Shiawase-Anteile, mit denen er bei der familieninternen Übernahme zum Zünglein an der Wage wurde.

Shiawase hatte zusammen mit Korin Yamana auch Fuchi Paneuropa kassiert und unter Leitung von Otomo Kasai, einem Neffen Yamanas die Geschäftstätigkeit Shiawases in Old Europe konsolidiert und unter einer Führung in Brüssel E.C. zusammengefasst.

Mittlerweile hat sich durch den Tod Sadatos, die Verschiebung von dessen Aktien an Tadeshi und das Shinto Beratungsgremium und eine umfassende, durch Yamana initiiierte Reorganisation des Großkonzerns sowie eine Multimilliarden Euro teure Marketingkampagne das Bild Shiawases von Grund auf gewandelt:

Strukturell wurde Shiawase in die Geschäftsfelder Shiawase Biofood (HQ in Lille, Frankreich), Shiawase Biotech (HQ in Neo-Tokio, Japan), Shiawase Energy (HQ in Washington FDC, UCAS), Shiawase Envirotech (HQ in Osaka, Japan), Shiawase Financial (HQ in Neo-Tokio, Japan), Shiawase Logistics (HQ in Osaka, Japan), Shiawase Manufacturing (HQ in Brüssel), Shiawase Mediatech (HQ in Kalkutta, Indien), das Shiawase Market Information & Forecasting Department (HQ in Osaka, Japan), das neu gegründete Shiawase Omnicare (HQ in Manila, Philippinen) sowie Shiawase Security Services (HQ in Tallinn, Estland) gegliedert.

Unter dem Slogan "Advancing Life" und mithilfe einer umfassenden Werbekampagne wurde das Logo die Nummer 8 der weltgrößten Unternehmen in jüngerer Zeit zum omnipräsenten Symbol einer besseren Zukunft. Zahllose neue und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen gerade der Omnicare-Sparte, zu denen auch öffentliche Krankenhäuser, Kindertagesstätten und Pflegeheime für Bedürftige gehören tragen zusammen mit einer Hinwendung zum Shintoismus als "konzerntheokratische Leitidee" dazu bei, Shiawases Stand weit über Japan hinaus nachhaltig zu festigen.

In New York gehört die Shiawase Corporation 2071 auch dem Manhattan Developement Council (MDC) an.

Bragnin
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