MMVV-I , Bruckner-Langer, Infizierte

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MMVV-I , Bruckner-Langer, Infizierte

Beitrag von Bragnin am Di Mai 23, 2017 3:42 pm

Vampire

Vampire sind Menschen (Homo sapiens sapiens vrykolakas), die sich mit dem Menschlich-metamenschlichen vampirischen Virus (MMVV) angesteckt haben.

Auswirkung
Das Virus verändert den Körper so, daß sich der Träger fortan von der Lebensessenz anderer Wesen in Form von frischem Blut ernähren muss und normale Speisen nicht mehr verträgt. Außerdem wird die geistige Stabilität des Trägers des Virus durch Erfahrung der Verwandlung und die schockierende Erkenntnis, künftig zu den Raubtieren zu zählen, die metamenschliche Beute jagen müssen, häufig ernsthaft und irreparabel beschädigt.

Weiterhin werden Allergien verschiedenster Art beobachtet. Weit verbreitet sind unter Vampiren eine schwere oder sogar tödliche Allergie gegen Holz und/oder Silber, eine mittelschwere bis tödliche Sonnenlichtallergie und Unverträglichkeit von Bio- und Cyberware, die vollständig abgestoßen werden. Bei manchen MMVV-Infizierten zeigen sich auch psychologisch bedingte Allergien gegen heilige Objekte, was die Kirche (speziell die katholische) in ihrer Verfolgung von Trägern des Virus natürlich bestärkt. Außerdem reduziert sich der natürliche Auftrieb eines (meta)menschlichen Körpers durch die Umwandlung in einen Vampir drastisch, was zur Folge hat, daß Vampire extrem schlechte Schwimmer sind, und wenn sie in Folge dessen auf den Grund eines Gewässers sinken, fallen sie durch den Sauerstoffmangel automatisch in einen scheintod-ähnlichen Schlafzustand.

Die Verwandlung beinhaltet allerdings auch positive Effekte, so werden bis dahin verborgene Magische Fähigkeiten oft durch die Umwandlung freigesetzt.

Fast immer ist ein Vampir signifikant stärker, zäher und reaktionsschneller, als er es als (Meta)Mensch gewesen ist. Ebenso sind Regenerationsfähigkeiten, wie man sie sonst nur bei bestimmten Crittern antrifft und die Fähigkeit, vorübergehend Nebelgestalt anzunehmen, bei verschiedenen Vampiren gut dokumentiert. Dies sowie die Immunität gegen Altern und die meisten mundanen Toxine macht die Infizierten zu gesuchten Forschungsobjekten skrupelloser Biotech-Konzerne.

Manche Vampire - wie auch Nosferatus - sind in der Lage, Metamenschen zu sogenannten Vampirdienern zu machen, in dem sie ihnen eine aus ihrem eigenen Blut gewonnene Droge verabreichen, die die Dienerkreaturen abhängig und zugleich leichter beherrschbar macht. Man spricht hierbei - in Anlehnung an die populärmythologischen Geschichten und Dracula-Filme - im Volksmund auch vom "Renfield-Effekt", und die alchemistische Substanz, die die Verwandlung eines Menschen oder Metamenschen in einen Diener eines Vampirs bewirkt, wird ebenfalls "Renfield" genannt.

Seit der MMVV Umwandlung 2073/74 sind die Allergene viel stärker und der Hunger ist auch viel konzentrierter der Teilweise sogar in Wahnsinn überschlägt mit Blackout danach. Außerdem verwandelt seit dem das Virus nicht mehr einheitlich wodurch die Kräfte und Intensität der Allergene von Vampir zu Vampir unterschiedlich sind.

Rechtliche Stellung
In der ADL - wie in den meisten zivilisierten Staaten - gilt Vampirismus als anzeigepflichtige Krankheit, die Infizierten gelten nicht mehr als Angehörige der Spezies Homo Sapiens, und besitzen keinerlei Rechte mehr.

Verbreitung
Ungeachtet dessen, daß sie sowohl Amts wegen als auch von den christlichen Kirchen und von selbsternannten Vampirjägern bekämpft und verfolgt werden, gibt es eine Anzahl von aktiven Vampiren in der Allianz. An verschiedenen Orten - etwa im Leipzig-Halle-Megaplex und in anderen Gegenden mit ausgeprägter Gothic-Subkultur - sowie im «Xanhaem's», einem Club in den Brachzonen des Rhein-Ruhr-Sprawls ist immer der eine oder andere Blutsauger zu finden. Von der schattigen Anwaltskanzlei «Stark, Theissen und Van der Mer» in München wird in den Schatten geflüstert, daß sie sich um spezielle Klienten kümmere, zu denen Wesen wie Ghule, Gestaltwandler, Wendigos, Nosferatus und eben auch Vampire zählten. In Österreich gibt es zudem einen Vampir mit dem passenden Straßennamen Aschfahl, von dem behauptet wird, daß er aufgrund einer bescheuerten Wette seit einigen Jahren in der bigotten alpenländischen Bischofsstadt Salzburg leben sollwährend ein anderer Blutsauger - der Hofrat Lernbeiss - dort für Saeder-Krupp als Gestütsverwalter in Köflach tätig ist.

Ebenso existieren unter den Piraten der Karibischen Liga etliche Vampire, etwa als Mitglied der «Hell's Teeth Posse», von «De Mon's Black Light Posse» oder von David Lloyd Fords Sekte der Fordianer, die Vampire von ihrer abgehobenen Warte des Transhumanismus sehen, und als nach wie vor menschliche Wesen anerkennen. Vom Ordo Maximus heißt es im Übrigen in den verschiedenen Shadowland-Knoten, daß hinter dieser Magischen Gruppe eine weltumspannende Vampirverschwörung stände, und auch dem untergegangenen Konzern European Business Machines and Magic (EBMM) sagte man nach, eine Frontorganisation von Vampiren (und Nosferatus) zu sein.

2076 hat der Jackpoint mit dem Shadowtalker "Red" einen Vampir als "Neumitglied auf Probe" aufgenommen, der seit der «Run Faster»-Schattendatei eine Reihe von durchaus interessanten Beiträgen (beginnend mit dem aus Insider-Sicht verfassten Vampirkapitel "Eine Nacht im Leben") lieferte, und Shadowtalk-Kommentare aus seiner ganz eigenen Sicht beitrug. Dieser ist in sofern ein speziell gelagerter Sonderfall, da er - als Mensch geboren - noch vor dem Jahr des Erwachens als Jugendlicher einen Funken magisches Talent zeigte, in die Szene der Hobby-Satanisten geriet, und dort bei einem Ritual von einem "echten" Vampir infiziert und anschließend im Fluss versenkt wurde. An dessen Grund verwandelte er sich während er in Starre lag, in einen elfischen Vampir, und erwachte als solcher, als man seinen Körper wieder an die Oberfläche brachte.

Vampire, die sich ihrer Rolle als "Monster" hingeben, tendieren allerdings dazu, ebenso, wie Ghule zu "verwildern", wofür eine gewisse Nimbus, die sich in der Seattler Kanalisation wiederholt ein Gefolge aus Ghulen aufbaute, und die den damaligen Lone Star-Polizisten James Kincaid von der Abteilung für Paranormales zusammen mit seinem Blut und seiner Essenz auch den größten Teil seiner magischen Begabung für immer nahm, ein abschreckendes Beispiel ist.

Lokale Unterarten
Abat
Der Abat kommt auf den Philippinen vor. Er ist gegen Salz allergisch, muß metamenschliches Blut trinken und metamenschliche Organe essen. Er kann sich auch dem Sonnenlicht aussetzen.

Amalanhig
Ein Amalanhig ist ein philippinischer oder malayischer Vampir. Leiden unter einer Schwäche, die sie angreifbar für Holz macht. Die Allergie ist bei ihnen nicht ausgeprägt.

Boroka

Busaw
Der Busaw kommt in Afrika vor. Er hat eine natürliche Panzerung und eine leichte Salzallergie.

Mangalok

Penanggalan
Der Penanggalan ist ein asiatischer Vampir mit giftigen Atem. Er braucht zusätzlich Essig, um sich zu ernähren, ist jedoch nicht mehr allergisch gegen Holz. Er kann sich nicht in Nebel verwandeln.

Sukuyan
Ein Sukuyan ist eine karibische Unterart des Vampires mit Empfindlichkeit gegenüber Holz. Er muß Salz zu sich nehmen, kann jedoch normal schwimmen und wird nicht ohnmächtig, wenn man ihm die Luft abschneidet. Anders, als gewöhnliche Vampire können sie Alkohol und Säfte zu sich nehmen, ohne daß ihnen übel wird. Dafür sind sie jedoch, trotz ihrer Giftresistenz, anfällig für erwachte Drogen (inklusive BADs) und Crittergifte.

Manananggal
Mananangals sind eine extreme Ausnahme. Ihre einzige Gemeinsamkeit mit normalen Vampiren besteht in der Ernährung von Essenz. Die bevorzugen sie allerdings von den ungeborenen Kindern, was für sie allerdings - im Gegensatz zur Nahrungsaufnahme mit abgetrenntem Oberkörper - keine zwingende Notwendigkeit ist. Wenn sie ihre Beine zurücklassen, können sie fliegen, müssen sie allerdings innerhalb von 24 Stunden wieder mit ihrem Oberkörper verbinden, oder sie sterben. Das ist eine ihre größten Schwächen da sie sich nicht zusammenfügen und wieder ganz machen können, wenn Salz dazwischen ist.

Nosferatu
Nosferatus sind Menschen und selten auch Elfen, die mit dem Bruckner-Langer-MMVV infiziert sind.

Geschichte
Am 2. August 2046 dokumentierten die Wissenschaftler Richard Bruckner und Günther Langer in Österreich erstmals MMVV-Ia und die durch diesen Strang des Vampir-Virus ausgelöste Verwandlung eines Menschen in einen Nosferatu.

Beschreibung

Nosferatus ähneln Vampiren, sind aber seltener und mächtiger. Ihre natürliche Form ist von einem Menschen leicht zu unterscheiden. Sie haben keine Körperbehaarung, blasse Haut und wirken mit ihren langen Fingern und stark zurückgezogenen Lippen abgezehrt. Weiterhin haben sie die für MMVV-Infizierten typischen verlängerten Zähne, wobei es bei der Bruckner-Langer Variante die Schneidezähne sind, die sich verlängern, anstatt die oberen Eckzähne, wie bei der Grundform des MMVV-Erregers. Die meisten, mit der Bruckner-Langer Variante Infizierten sind sehr charismatisch. Da sie fast alle die Magie beherrschen, verstehen sie es zudem sehr gut, sich durch Einsatz von - ggf. aufrecht erhaltenen oder verankerten - Zaubern an das Äußere der Menschen in ihrer Umbebung anzupassen, und sind so oft deutlich schwerer von ihnen zu unterscheiden als sie es normalerweise wären.

Nosferatus sind Einzelgänger. Sie sind ruhig, klug, charismatisch und planen eiskalt. Wie Vampire ernähren sie sich von der Essenz anderer Wesen. Allerdings erzeugen sie nur selten neue Nosferatus. Wenn sie jemanden mit dem BR-MMVV infizieren, dann meist eine oder einen ihrer Geschwister. Ihr Durst nach Blut ist bei weitem nicht so stark, wie bei Vampiren. Nosferatus können Monate ohne frisches Blut leben. Sie können andere Wesen kurzfristig dazu zwingen ihnen zu dienen. Sie sind auch im Stande, komplexe Suggestionen in den Geist von Metamenschen pflanzen und starke Furcht in einem Individuum auslösen. Diese Fähigkeiten sind extrem ausgeprägt und wenige können sich gegen diesen Zwang erfolgreich wehren.

Sie altern nicht und Krankheiten und Gifte können ihnen nichts anhaben. Ihre einzigen Schwächen sind eine extreme Allergie gegen Sonnenlicht und ihr Essenzverlust. Sie neigen allerdings dazu, sich anderen überlegen zu fühlen und sind öfter als andere MMVV-Infizierte psychisch erkrankt, was von Megalomanie bis hin zu massiver Paranoia, Schizophrenie oder manisch-depressiven Schüben reichen kann.

Nosferatus vor dem Erwachen?
Es gibt vereinzelt Hinweise auf uralte Nosferatus, die schon in der vierten Welt existierten, und die magielose Zeit der Fünften Welt wie die Drachen verschlafen oder wie einige der legendären «unsterblichen Elfen» als Norms getarnt überstanden haben. - Wer solche Vermutungen jedoch öffentlich äußert, wird meist als paranoider Verschwörungstheoretiker verschrien und nicht mehr ernst genommen.

Verbreitung
In der ADL leben - bzw. existieren - vermutlich mehrere aktive Nosferatus, auch, wenn Vampirismus (gleichgültig welcher MMVV-Stamm) eine anzeigepflichtige Krankheit ist, und die Infizierten nach gültigem Recht nicht mehr Rechte haben, als Critter. Es heißt, das die geheimnisvolle Anwaltskanzelei «Stark, Theissen & Van der Mer» in München einige von ihnen (ebenso wie Gestaltwandler, Vampire und sogar Wendigos) zu ihren Klienten zählen soll und auch mit dem Ordo Maximus werden Nosferatus zuweilen in Verbindung gebracht.

Speziell die osteuropäischen Verbrechersyndikate - namentlich die verschiedenen Fraktionen der Vory v Zakone - sollen im übrigen mehr als einen Nosferatu in ihren Reihen haben, und als magischen Wetworker einsetzen, egal, ob nun in Katowice, wo die polnische Wiesner-Familie dafür berüchtigt ist, oder Vladivostok. Allerdings hat in der Vergangenheit auch ein Sottocapo der Seattler Ciarniellos schon mal mit einem mächtigen Nosferatu paktiert, wobei sich das Herr-Dienerverhältnis dort wohl umgekehrt hat, und der Mafioso letztlich zum Vampirdiener wurde. Allerdings wurde dieser dann während des Mob Wars von '58 - unter Mitwirkung des Shadowrunnerteams um Ruth "Racker" Redmond - letztlich von Lone Star aus dem Verkehr gezogen.

Banshees
Elfen, die mit dem MMVV infiziert sind, verwandeln sich zumeist in Banshees (Homo sapiens nobilis vrykolakas).

Beschreibung
Banshees sind größer und hagerer als gesunde Elfen und besitzen die meisten der typischen vampirischen Kräfte: gesteigerte Sinneswahrnehmung, Immunität gegen Alter, Gifte und Krankheit, Nebelgestalt und Regeneration. Ausserdem leiden sie wie Vampire unter einen schweren oder doch zumindest mittleren Sonnenallergie, Essenzverlust sowie eine Verwundbarkeit durch Silber und durch hölzerne Gegenstände. Banshees ernähren sich von der Essenz ihrer Opfer, indem sie mit ihrem Jagdgeheul in die Flucht jagen und hetzen, bis diese vor Erschöpfung zusammenbrechen. Daraufhin entziehen sie die restliche Essenz bis zum Tod des Opfers. Wie genau ein typischer Vampir sind auch sie haemophag, d. h. sie können ebenso wie dieser lediglich Blut aber keine feste Nahrung verdauen und Alkohol verursacht ihnen Übelkeit. Ausserdem verbreiten sie wie andere Träger das MMVV-Virus und gelten - wie alle Infizierten - in vielen Staaten nicht mehr als Metamenschen sondern als Critter, die aus seuchenpolizeilichen Gründen zum Abschuss freigegeben sind.

Andererseits sind Banshees häufig magisch aktiv.

Vorkommen
Britische Inseln
Unter den Anhängern des Pfades des Rades in Tír na nÓg ist die abergläubische Vorstellung verbreitet, Personen - sprich Elfen - die sich in einen Banshee verwandeln, wären auf Grund eines früheren Lebens im Zyklus der Wiedergeburt, den die unsterblichen Elfenseelen ihrem Glauben zufolge durchlaufen, verflucht.

Die Behörden im Tír werfen dem Unseelie Hof vor, er würde mutwillig den MMVV I und II verbreiten, und so für die Ausbreitung der Fomori-Seuche und die Vergrößerung der Banshee-Population sorgen.

Österreich
Von einem Straßendoc namens Daktari in Wien ist bekannt, daß er eine Banshee, die auf den Namen Heulsuse hört, als Assistentin beschäftigt, die die Heilung seiner Patienten mittels Magie beschleunigt und fördert. Im Gegenzug ließ er ihr aber auch Opfer zukommen, was in beidseitigem Intresse war: Der skrupellose Arzt, der nicht grundlos seine Aprobation verloren hatte verkabelte die Unglücklichen, die Heulsuse durch das Gelände des ehemaligen Wiener Tiergartens hetzte, zuvor mit einem SimRig, und mißbrauchte sie für Snuff-SimSinn-Aufnahmen, auch wenn er sich damit den unversöhnlichen Hass der Wiener Frauengang der «Menubeln» eingehandelt haben dürfte.

Schweiz
Entgegen der Behauptungen der Behörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft gibt es im übrigen in der SEg sehr wohl Fälle von MMVV bei Elfen, die man nicht nur in den Katakomben der GENOM-Arkologie - wo sie zu den sympathischeren Kreaturen gehören - sondern auch im elfisch geprägten Basler Stadtteil Birsfelden treffen kann.

Trivia
General Motors - ein Tochterunternehmen von Ares Industries - hat im Übrigen seinen bekannten Schwebepanzer nach diesen Kreaturen benannt: den GMC Banshee! Grund dafür dürfte das charakteristische Jaulen der Turbinen sein.

Wendigos
Wendigo sind mit MMVV infizierte Orks, wissenschaftlich: Homo sapiens robustus vrykolakas. Wie alle von MMVV infizierten Metatypen ist er in der Lage seine Infektion weiter zu verbreiten.

Beschreibung
Ein Wendigo wird zweieinhalb Meter groß und wiegt 130 kg. Er hat einen weißen Pelz und geht aufrecht. Die Nägel seiner Finger sind verlängert und zu krallenartigen Waffen verlängert.

Der Wendigo ernährt sich von Fleisch. Normalerweise zwingt er ein Opfer dazu, an einem kannibalischen Festessen teilzunehmen. Dies scheint beim Opfer eine psychische Abhängigkeit von solchem Fleisch hervorzurufen, so dass es dem Wendigo fortan dabei hilft, seine Gewohnheiten zu verbreiten, bis es letztlich selbst die Mahlzeit abgibt.

Alle zivilisierten Staaten haben den Wendigo - nicht zu letzt auf Grund dieser Verhaltensmuster - zum Gesetzlosen erklärt und verhängen die Todesstrafe, sobald er kannibalischer Taten überführt ist. Einem Wendigo zu helfen, hat dieselbe Strafe zur Folge.

Die natürliche Lebenserwartung eines Wendigos ist unbekannt.

Die meisten Wendigos sind aktive Zauberer, in der Regel Schamanen, und können sich durch ihre Magie glaubhaft als nicht-infizierte Metamenschen tarnen. Versuche, die Infektion durch mächtige, rituelle Magie zu heilen, wie es der Hundeschamane Samuel Verner aka Twist bei seiner Schwester Janice versuchte, scheiterten - wie bei allen Fällen von MMVV-Infektionen - bislang regelmäßig (und stoßen bei Wendigos, die ihren Zustand in der Regel genießen, nicht auf Gegenliebe).

Verbreitung
Wendigos kommen - wie nicht-infizierte Orks und der MMVV-Virus - weltweit vor, und auch auf der Insel Yomi, wohin die Japaner in Folge des anti-metamenschlichen Yomi-Erlasses bis zum Jahr des Kometen ihre Metamenschen deportierten, war die Infektionsrate recht hoch. Als Kaiser Yasuhito im Frühjahr 2062 den Yomi-Erlass seines Großvaters Kaiser Kenichi aufhob, wurden Wendigos - ebenso wie Dzoo-Noo-Quas und Ghule - nicht mit befreit, sondern auf der Hölleninsel zurückgelassen, und die Kaiserlich-Japanische Marine verminte die Gewässer um die Insel, um die Wendigos daran zu hindern, aufs Festland zu schwimmen.

In Großbritannien führte ein Wendigo, der sich Hyde White nannte, einen Druidenzirkel, der Blutmagie und kannibalistische Rituale praktizierte. In Österreich fanden Shadowrunner in jüngerer Zeit heraus, daß die Führungsspitze der rechtsgerichteten FNF (Freiheitlich-Nationale Front) von Wendigos unterwandert war bzw. aus solchen bestand, die es offenbar genossen, die anti-metamenschlichen Rassisten in ihrer Partei an der Nase herum zu führen, und zudem mit einem Schattengeist im toxisch verseuchten Kärnten im Bunde waren.

Es gibt Berichte von wenigstens einem Wendigo in den Katakomben unter der GENOM-Arkologie in Basel/SEg und in den U-Bahn-Schächten Kölns wollen Gerüchten in Schattenland-Boards zufolge Runner ebenfalls etwas "Weißes, Pelziges" gesehen haben. Falls etwas dran sein sollte, daß die ominöse High-Society-Anwaltskanzlei «Stark, Theyssen und Van der Mer» in München neben Gestaltwandlern, Ghulen, Vampiren und dem einen oder anderen Nosferatu auch Wendigos zu ihren Klienten zählt, könnte dies die Herren in echte Schwierigkeiten bringen.

Nicht grundlos werden zudem unter den Hintermännern der europäischen Body Bank und/oder Tamanous' auch Wendigos vermutet.

Namenhafte Persönlichkeiten
Janice Verne
rKaren Montejac
Hyde White

Namensherkunft
Benannt ist der Wendigo nach einem menschenfressenden Wesen aus indianischen Legenden, das sich je nach Erzählung auf unterschiedliche Art und Weise aus einem Menschen gebildet hat.

Trivia
Auf Grund der Bedrohung, die schon ein einzelnes dieser mörderischen Wesen darstellt, ist es nicht überraschend, daß es auch in der 6. Welt Horrortrids und Sims wie «Der Fluch des Wendigo» mit Sim-Starlet Vicco di Lamino in der Hauptrolle darüber gedreht werden, der 2061 DER Blockbuster war, mit 11 Oskars und einem absoluten Zuschauerrekord, der etliche Millionen NuYen eingespielt hat.

Dzoo-Noo-Qua
Die Dzoo-No-Quas - in der ADL auch Grottentrolle genannt (wissenschaftlich: Homo sapiens ingentis vrykolas, veraltet: Homo saevitas) sind Trolle, die mit dem MMV-Virus infiziert wurden.

Aussehen
Das Virus sorgt u.a. dafür, dass sich die Häufigkeit der dermalen Knochenablagerungen erhöht, was dazu führt, dass sich am ganzen Körper Hörnern, Stacheln und Knochenplatten bilden. Die Augen sind vergössert und stark geädert. Damit ist ein Dzoo-No-Qua optisch unmittelbar von einem Troll unterscheidbar. Während die Verwandlung eines Trolls in einen Dzoo-No-Qua der Effekt des MMVV-1 ist, bewirkt der Jarka-Criscione-Strang (MMVV-2) die Umwandlung in einen Fomorian.

Durch das Virus sind die Dzoo-No-Qua gegen Magie resistent und manche zeigten nach der Umwandlung auch aktive magische Fähigkeiten.

Ernährung
Dzoo-No-Quas sind Allesfresser, bevorzugen aber Fleisch. Dies ist dadurch bedingt, dass sie den durch den Virus hervorgerufenen Essenz-Verlust nur durch den Verzehr von rohem Fleisch ausgleichen können. Sie weisen aber die erhöhten regnerativen Fähigkeiten auf, die auch von anderen Vampir-Spezies bekannt sind.

Durch dieses Verhalten (und der Infektionsgefahr mit dem MMV-Virus) sind in vielen Ländern Prämien auf diese Wesen ausgesetzt. In der ADL erteilen die Gesundheitsbehörden meist unmittelbar nach Meldung einer Sichtung einen Abschussbefehl an PSI Aid.

Schwächen

Dzoo-No-Qua verfügen nur über eine geringe Intelligenz. Sie sind nachtaktiv. Im Gegensatz zu anderen Vampir-Formen leiden sie jedoch nur unter einer leichten Sonnenallergie. Sie reagieren allerdings extrem allergisch auf Pfefferspray.

Verbreitung
In der Wildnis hausen sie in Höhlen und unter Brücken, im urbanen Gelände häufig in der Kanalisation und in verfallenen Kellergewölben. Während sie im Ork-Untergrund höchst unbeliebt sind und von den dort lebenden Orks - und vorallem Trollen - als Bedrohung empfunden und verfolgt werden, werden sie im Trollkönigreich Schwarzwald und dem Konzil von Marienbad von ihren nicht infizierten Vettern toleriert wenn auch streng unter Kontrolle gehalten. In den Katakomben unter der GENOM-Arkologie in Basel kann man sie ebenfalls antreffen ... und täte gut daran, ihnen aus dem Weg zu gehen!

Außerdem ist von einzelnen Ork-/Troll-Gangs in den Barrens großer Sprawls - etwa in El Infierno/LA - bekannt, daß sie sich einen oder mehrere Dzoo-Noo-Quas als Haustier bzw. Terrorwaffe halten, und auch der Ordo Maximus bezieht sie in seine Experimente mit Vampirismus mit ein.

Goblins
Goblins (Homo Bestius, nach neuerer Klassifikation Homo sapiens pumilionis vrykolajas sind mit dem MMVV infizierte Zwerge.

Begriff
Der Goblin wurde ursprünglich systematisch als Homo bestius bezeichnet, in der neueren Klassifikation, die alle Infizierten als Unterarten des Homo sapiens einordnet, ist seine Bezeichnung Homo sapiens pumilionis vrykolajas, also die systematische Bezeichnung für den Zwerg und der Zusatz 'vrykolajas', der auf den MMVV-Stamm Ghilani vrykolakiviridae hindeutet.

Der Name Goblin selbst ist eigentlich die englische Bezeichnung eines Fabelwesens, meist dargestellt als boshafte, kleine Kreaturen, und im Deutschen auch als "Kobold" bekannt.

Geschichte
Der Effekt von MMVV-I auf Zwerge und deren dadurch ausgelöste Verwandlung in Goblins wurde am 14. August 2046 erstmals in Österreich wissenschaftlich dokumentiert.

Beschreibung
Goblins sind nur circa 120cm groß und meist leichter als 40kg. Sie haben fast kein Körperfett und einen stark erhöhten Speichelfluss, wodurch sie zu unkontrolliertem Sabbern neigen. Die Ohren sind länger und spitzer als bei Zwergen. Ihre Finger sind lang und durch das Virus haben sie fast keine Körperbehaarung, wobei die Haut oft einen kränklichen Glanz zeigt. Mit der Zeit entwickeln sie - wenn sie lange genug überleben - einen widerlich süßlichen Körpergeruch. Goblins leben in der Regel in kleinen Gemeinschaften in denen das Recht des Stärkeren regiert. Ihre Intelligenz ist meist nicht größer als die eines gesunden dreijährigen Kindes.
Es sind allerdings Ausnahmen dokumentiert, darunter ein Goblin aus Amazonien, den es aus seinem Geburtsland ins wilde Chicago verschlagen hatte. Dieser war definitiv nicht weniger intelligent, als der nicht infizierte Durchschnitts-Meta, und zudem ein fähiger Rigger und Fluchtwagenfahrer, den der Jackpointer Elijah als Teil eines Runnerteams bei der Jagd nach einem Artefakt anheuerte, und der den Arkano-Archäologen sowohl in seine amazonische Heimat, nach Metropole, als auch anschließend in die Antarktis begleitete.
Genau wie andere MMVV-Infizierte leiden auch sie unter massivem Essenzverlust, verfügen aber auch über die selben regenerativen Fähigkeiten wie Vampire. Sie sind immun gegen Feuer und haben eine leichte Sonnenlicht- und eine massive Eisen-Allergie. Um Essenz aufzunehmen, verspeisen sie rohes Fleisch ihrer Opfer, und da sie tote Beute bevorzugen, geben sie - obwohl sie dazu fähig sind - den Virus eher selten weiter. Sie sind generell Allesfresser, können aber keine stark verarbeitete Nahrung wie typisches Soyfood oder Fertiggerichte zu sich nehmen. Weiterhin leiden sie unter stark erhöhtem Speichelfluss, was sich in unschönem, unkontrollierten Sabbern äußert.

Verbreitung
Unter anderem kann man in den versiegelten Katakomben unter der GENOM-Arkologie in Basel (SEg) auf Goblins stoßen.

Im Ork-Untergrund - etwa in Seattle - sind sie verhasst, und werden speziell von den nicht infizierten Zwergen gnadenlos verfolgt, und sowohl in den UCAS als auch in den CAS waren noch 2072 Kopfgelder von je 4.000 Nuyen auf Goblins ausgesetzt. In der ADL - wo sie gleichfalls nicht mehr als Metamenschen sondern nur mehr als gefährliche Critter gelten - erteilen die Behörden meist unmittelbar einen Abschussbefehl an PSI Aid, wenn irgendwo ein Goblin gesichtet wird.

Andere Verwendung des Ausdrucks
Gelegentlich wird "Goblin" auch als abfällige Bezeichnung oder Schimpfwort für Orks - insbesondere die Variante der Hobgoblins - benutzt, speziell von Leuten, die den fraglichen Metamenschen geringe Intelligenz, antisoziales Verhalten oder einen von Natur aus bösartigen Charakter unterstellen wollen. Daher hat sich teilweise auch "Goblinrock" als Alternativbezeichnung für die Musikrichtung des Trog-Rock etabliert.

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